Wahrscheinlich hat es Anfang des Jahres jeder mitbekommen. Kim Schmitz ist verhaftet, sein Filehoster Megaupload ist offline. Jetzt, nach einigen Monaten Vorbereitungszeit, startet der Deutsche mit einer neuen Offensive: Mega und Megabox. So heißen die neuen Dienste, die am 20. Januar 2013 online gehen sollen. Mega funktioniert ähnlich, wie Megaupload. Megabox ist eine Mischung aus Spotify und iTunes. Aber gerade über das neue Mega möchte ich noch einige Worte verlieren. Die Idee ist meiner Meinung nach, nämlich ziemlich cool. Wenn ich das Ganze richtig verstanden habe, stellt Kim Schmitz und sein Team nur die Software von Mega und einige Server zur Verfügung. Den Großteil aller Server sollen Investoren und Hoster bereitstellen. So wäre die Sache mit einer weltweit guten Anbindung auch geklärt. Hoster erhalten natürlich eine feste monatliche Bezahlung. Die Files, die auf den Servern liegen, sollen völlig verschlüsselt sein, sodass nicht einmal Schmitz selbst einsehen könne, was sich hinter den Dateien verbirgt. Nur der Uploader selbst, hat Zugriff bzw. ein Key zu seinen Dateien. Bei einer Beschlagnahmung der Server, hätten die Behörden keine Chance festzustellen, ob es sich um beispielsweise Raubkopien handelt oder nur um Urlaubsfotos. Außerdem wäre eine Razzia ziemlich aufwendig, da die Server auf der ganzen Welt verstreut sind. Eine hohe Uptime ist so also immer garantiert.
Was das geschlossene Megaupload betrifft, kann ich nur den Kopf schütteln. Megaupload war ein Filehoster, wie RapidShare und jeder andere auch. Illegal war an der ganzen Sache meiner Meinung nach gar nichts. Das Gesetz, welches Anbieter von Speicher im Netz durch die Anwendung von Kriminellen (Dritten) schützen soll, wurde bei den Anhörungen scheinbar völlig vergessen. Die Anklagen wegen Geldwäscherei sind meiner Meinung nach nur erfunden, um Schmitz und sein Team aus der Bahn zu ziehen. Es wurde bewiesen, dass sich auf anderen Filehostern teilweise das Doppelte oder Dreifache an illegalen Files befindet. Megaupload wurde nur geschlossen, weil Schmitz Anfang des Jahres sein neuen Dienst “Megabox” ankündigte, der eine große Konkurrenz für Major Labels darstellt.
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